Meine "Roombuddys"

Donnerstag, 19.09.2013

Hey Ihr,

In einer Stunde werde ich von meinem ersten Arbeitgeber in Neuseeland abgeholt, und es geht fuer mich auf eine Kuhfarm in der Naehe von Christchurch. Dort werde ich dann hoffentlich 3 Monate arbeiten um meine Reise durch das Land im Sommer dann richtig starten zu koennen. 

Vorher moechte Ich euch noch meine Zimmerkameraden vorstellen mit denen ich 3 Tage in Chch ein Zimmer geteilt habe:

1) Der Guma (von den anderen Hostelbewohner liebevoll der Kasake genannt)

Guma war bei meiner Ankunft im Hostel komplett besoffen und lag um 1 Uhr mittags betrunken in unserem Zimmer. Er selbst, so sagt er, sei "retardierd" und unfaehig eine Arbeit auszuueben. Da Guma der Meinung ist, dass man mit gutem Englisch alles erreichen koennte, beschloss er Kasastan zu verlassen, und erst einmal Englisch in New Zealand zu studieren. Zumindest in Biermarken koennte ich Ihn sicher nicht schlagen! Guma erzaehlte mir spaeter auch noch, dass er nicht mehr nach Kasastan zurueck koennte, da er ansonsten sein Englisch verlieren wuerde! Und da man ja alles mit gutem Englisch erreichen kann macht seine Ansicht dann ja doch irgendwie Sinn?!.....nicht. Guma sieht zwar aus wie ein ein richtiger Kernrusse (und in der ersten Nacht hatte ich zugegeben Angst im Schlaf erdrosselt zu werden), aber in Wirklichkeit ist Guma ein ziemlich netter und gehemmter Geselle gewesen. Nahezu jedes 2 Wort, das aus seinem Mund kam war: "Sorry". Mit meiner pseudo-Psychoanalyse schloss ich bald darauf, dass Guma wohl eine harte Kindheit hatte und wohl deswegen nicht mehr nach Kasastan zurueck wollte. 

2) der Franziskus( oder so aehnlich):

Franziskus sah fuer mich wie eine Mischung aus Gelsenkircher,-Kroate und Pole aus! Wo genau Franziskus herkam bleibt mir ein Raetsel, denn er sprach so gut wie nie! Eigentlich verbrachte er die ganze Zeit vor dem Spiegel um sich mit: Zahnseide, Buerste, Haargel Cremes etc. zu pfelegen. Ich glaube ich habe noch keinen Mann gesehen, der so viel Zeit vor dem Spiegel verbringt, und hinterher genau so aussah wie zuvor :D. Leider gehoerte Franziskus naemlich nicht zu den Naturburschen die geboren gut aussehen! 

3) der Markus oder a.k.a die Scharchsupermaschine:

Markus kannte ich bereits aus Auckland und wir trafen uns in Chch im Hostel wieder. Er selbst ist auch Deutsch und ein unglaublich geselliger und Netter Typ. Ich meine, dass er Schreiner ist und irgendwo in den mitte 20ern ist. Abgesehen von Markus Kartenspielkoennen besass Markus eine weiter einzigartige Faehigkeit. Das Schnauf-Schnarchen! Ja Markus muss sich im Laufe von langen und physisch wie psychisch anstrengenden Jahren und unter EInsatz seines Lebens das Schnauf-Scharchen beigebracht haben. Es zeigte sich bald, dass Markus nicht nur beim einatmen geraesche machen konnte (normales Scharchen) sondern auch noch beim Ausatmen ein gekonntes Schnaufen herausposaunte! Dazu besass er die einzigartige Faehigkeit den Scharchrhythmus und die Intensitaet zu wechseln, so dass man sich nicht an das Schnauf-Scharchen gehwoehnen konnte! Erstaunlich und einzigartig sage ich euch! Sollten die USA das naechste Mal versuchen uns auszuspionieren, so sollten wir einfach mit dem Markus unser geheimen Massenvernichtungswaffe drohen! :D 

Ich wuenschte mir das erste Mal in meinem Leben, dass ich eine diabolische Ader haette, die es mir erlaubt Schnarcher in der Nacht zu erwuergen oder mit einem Kissen zu ersticken,-aber nein so bin Ich leider nicht 

Naja, bald werde ich abgeholt und so langsam bekomme ich dann doch das Gefuehl, dass ich meine Zimmerfreunde sehr sehr sehr vermissen werde...Not!

Christchurch oder: The Beauty and the Beast!

Mittwoch, 18.09.2013

Hey Ihr!

Ich bin mittlerweile in Chritchurch gelandet und habe ein paar erste Eindrücke von der Stadt bekommen. Schon in Auckland habe ich Berichte von der Stadt auf der Südinsel erzählt bekommen, die vor wenigen Jahre von einem schweren Erdbeeben teilweise zerstört wurde. Viele dieser Berichte waren eher negativ und so hatte ich eigentlich keine große Erwartungen an Chch, da ich ja sowieso nur zeitweilig hier war, um zu arbeiten. 

Nach meinem Flug und im Hostel angekommen packe ich trotzdem schnell meine Sachen aus, um mich auf den Weg in die Stadt zu machen und das nötigste im Supermarkt zu kaufen. Von einer seltsamen Empfangsdame im Hostel Vagabond bekam ich auch gleich eine Karte und schwups war ich unterwegs!

Tatsächlich ist die Stadt an vielen stellen immer noch sehr demoliert und es stehen einige kaputte und teilweise zerstörte Wohnungen/Gebäude herum. Die Stadt selbst ist in Bereiche eingeteilt, die von weniger zerstört bis ziemlich demoliert reichen. Besonders übel waren jedoch die Bilder der zerstörten Kirchen und Wohnhäuser in Christchurch CBD.

 Doch trotz vieler zerstörter Gegenden hat Chch auch ganz besonders schöne Ecken wie der Botanic Garden!

Der absolute Höhepunkt jedoch war mein Trip zur Bucht Taylors Mistake! Von dem ich unbedingt berichten muss! Am Nachmittag meines 1 Tages (von insgesamt 3 Tagen in Chch) traf ich zufällig auf eine Amerikanerin in unserem Hostel. Mit ihr quatschte ich eigentlich nur aus langweile und erzählte so von meinem 3 Tagen in Chch und dass Ich wohl gerne noch was erleben würde, als sie plötzlich anfing mir von der Gegend um Taylors Bay zu erzählen und wie schön es dort sei. Mein Magen knurrte und nach ein paar weiteren Floskeln machte ich mir erst einmal etwas Essenbares. Der zweite Tag: Nach den üblichen Dingen wie duschen, essen, faulenzen und essen wollte ich mich gerade auf dem Weg in die Stadt machen (um den Tag nicht vollkommen zu verschwenden), als mich die Amerikanerin plotzlich fragte ob ich nicht mit ihr und ein paar Freundinen zu dieser Bucht fahren möchte, die sie am Vortag so angepriesen hatte. 10 Minuten später saß ich im Auto mit 3 fremden Frauen (okay es gibt sicher Schlimmeres, aber Ich fand mich an diesem Tag trotzdem irre spontanCool). Resultat meiner Spontanität: Ein irrer Tag mit unfassbar schöner Landschaft! Pure Natur! Viel Sonne und 10 Kilometer wandern an der schönsten Küste die ich je gesehe habe!

Am Abend im Hostel angekommen beschloss ich von nun an mehr mit anderen Backpackern zu sprechen, denn letzendlich verdanke ich nur meiner offenen Art diesen coolen Trip!

Erkenntnisse des Tages:

-Das Schöne und das Hässliche liegt oft näher zusammen als gedacht

- Kommunikation ist alles :D

Auckland für Anfänger

Montag, 16.09.2013

Hey Dudes, 

Nach einem Monat Aufenthalt in Neuseeland wird es wohl Zeit ein erstes Resümee zu ziehen:

Auckland war für mich die erste Station in Neuseeland. Die Stadt auf der Nordinsel ist eines der größten Städte die Neuseeland zu bieten hat. Ich habe vorher schon von vielen Backpackern gehört, die meinten, dass man die Stadt entweder mögen oder hassen würde. Ich gehörte definitiv zu der ersten Sorte! Wir (Jan, Sophia und Ich) kamen nach einem langen Flug erst einmal im Pentland Hostel Mount Eden unter, was sich bald als echter Glücksgriff entpuppen sollte, und verbrachten die ersten Tage damit den Jet-lag zu überwinden und uns um unsere Steuernummer(IRD) zu kümmern.

Der Kern der Stadt besteht eigentlich zu großen Teilen aus Hochhäusern und liegt direkt am Meer. Mehr noch als die Innenstadt hat mich aber die Umgebung fasziniert, denn obwohl Auckland die Stadt mit den meisten Einwohnern ist, wird man überall kleine Parks oder manchmal auch Hügel finden. Der Mount Eden war direkt neben unserem Hostel und bietet einem eine traumhafte Aussicht über die Stadt! Im Nachhinein denke ich, dass wir zu selten dort gewesen sind. Mt Eden mit Aussicht auf Auckland Mitte

Die Zeit verging, wie lebten uns ein und nach circa 2 Wochen Warten auf unsere IRD-Number ergriffen wir dann die Initiative und riefen beim Finanzamt an, die uns dann auch prompt unsere Steuernummer per Telefon mitteilten. So einfach kann das sein!

Sophia fand relativ schnell eine Stelle als Au-Pair in der Nähe von unserem Hostel, so dass Jan und Ich von nun an alleine waren. Doch ein Backpacker ist niemals alleine! Bald fanden wir uns in einer kleinen Truppe von Backpackern wieder, die sich bald als Pentland-Homies im Facebook zu einer Truppe zusammenschließen sollten: Pete und Nick waren zwei Freunde aus Schleswig-Holstein. Josi eine Studentin auf Auslandspraktikum. Tobi und Pia ein Couple aus Delmenhorst. Und zu guter Letzt Jan und Ich. 

Alleine harmonierten Jan und Ich relativ gut miteinander, die Rollen waren klar verteilt. Während Jan für das Kochen zuständig war, was bei ihm bedeutete, dass man alles !ja wirklich alles! was es zum kochen gab akribisch zerkleinern und in Würfel zerschneiden musste (was wahrscheinlich daran lag, dass Jan als Küchenhilfe in Deutschland nur schneiden durfte), war meine Rolle das Abwaschen des Geschirrs. Ja wir hatten unser System.

Um so schwerer viel dann der Abschied nach einem Monat aus Auckland. Ich fand leider keine Arbeit (was nicht an meiner Qualifikation liegt...ähm Nein Nein, sondern an der Tatsache, dass jeder Backpacker in Auckland landet und daher lokale Arbeit eher knapper war). Ich buchte also auf einen Flug auf die Südinsel nach Christchurch, wo ich eine Stelle auf einer Diary-Farm hatte, und schon bald Kühe melken sollte... aber dazu später mehr.

Alles in allem war mein Aufenthalt in Auckland super schön, was wohl an der Mischung aus: einem super Hostel, netten Menschen und vielen Aktivitäten lag.

Mitte in Auckland

Mitten in Auckland ein wunderschöner Park,- und die Frage: Wieso bekommen wir Deutschen es nicht hin solche schönen Plätze in die Städte zu setzen?!

Ein trauriger Abschied!

Sonntag, 18.08.2013

Heute ist es endlich soweit! 

Da unser Flug von Hamburg geht und ich super aufgeregt bin, habe ich mir ein paar Freunde zur Verstärkung mitgenommen! 

Noch weiß ich nicht genau was mich erwartet, und ich fühle mich hergerissen zwischen Vorfreude und Abschiedsgefühlen doch jetzt gibt es kein Zurück mehr und das Abenteuer Neuseeland kann endlich beginnen! 

Abflug Hamburg FLughafen